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Leckere Rezepte für den perfekten Pizzateig!

Der Pizzastein – selbstgemachte knusprig krosse Pizzen vom Grill oder aus dem Backofen

pizza steinofenSaftiger Belag, krosser Boden und ein klein wenig Raucharoma – Pizza, wie vom Italiener um die Ecke, kann man auch in der eigenen Küche zubereiten – und zwar mit einem Pizzastein. Der richtige Stein macht aus dem heimischen Ofen einen richtigen Pizzaofen und auch auf dem Grill tut der Pizzastein das was er am besten kann – perfekte Pizza zu backen. Ein Pizzastein ist aber nicht nur für die italienische Spezialität ideal, sondern bietet auch genug Raum für Experimente. So kann ein Pizzastein mit der richtigen Anleitung auch für super knuspriges Brot oder leckere Desserts genutzt werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Funktionsweise des Pizzasteins
  2. Der Pizzastein aus Naturstein
  3. Unterschiedliche Formen
  4. Der Pizzastein als Brotbackstein
  5. Tipps & Tricks

Funktionsweise: Warum werden Pizzen auf dem Pizzastein so lecker?

Grundsätzlich basiert der Erfolg eines Pizzasteins einzig und allein auf der Art der Hitzeweiterleitung, denn diese wird mit Hilfe des Steines besonders gleichmäßig auf den Pizzateig oder ein anderes darauf platziertes Lebensmittel abgegeben.

Wer sich für einen Naturstein, wie zum Beispiel für Cordierit, Speckstein oder Schamott entscheidet, sollte darauf achten, dass dieser vor dem Backvorgang besonders gut vorerhitzt wurde. Danach wird der Teig jedoch besonders gleichmäßig und vor allem auch schnell gar. Gleichzeitig bleibt der Belag schön saftig und trocknet nicht aus.

Naturstein hat die Eigenschaft, die austretende Flüssigkeit des Teiges über die großen Poren aufzunehmen – dadurch liegt die Pizza nie im eigenen Saft sondern wird auf dem heißen Pizzastein schön kross.

Mehr und gleichmäßige Hitze sorgt für schnelleres Backen

In einem herkömmlichen Ofen herrschen in der Regel nicht mehr als 250 Grad Celsius, während in einem echten Pizzaofen mit bis zu 500 Grad Celsius gebacken wird. Dementsprechend benötigt eine perfekte Pizza aus einem Steinofen meist nur wenige Minuten. Nun kann natürlich auch der beste Pizzastein nicht für diese Temperaturen sorgen – dennoch kann der Backvorgang auf dem Grill oder im herkömmlichen Ofen durch die Art der Hitzeverteilung eines Pizzasteins deutlich verbessert und die Backzeit erheblich verkürzt werden.

Kann ein Backblech mithalten?

Viele würden jetzt vielleicht meinen, dass auch ein herkömmliches Backblech vielleicht ansatzweise die Fähigkeiten eines Pizzasteins mitbringen würden – dem ist allerdings in den meisten Fällen leider nicht so.

Was ein Backblech im Vergleich zum Pizzastein nicht kann
  • Ein Backblech kann die Wärme nicht so gleichmäßig an die Backware abgeben, wie ein Pizzateig
  • Ein Backblech nimmt die austretende Flüssigkeit, im Gegensatz zum Pizzastein, nicht auf.

Selbstverständlich ist aber auch der beste Pizzastein nur halb so gut, wenn man nicht richtig damit umgeht. Aus diesem Grund sollte man sich auch unbedingt über die richtige Handhabe mit dem Pizzastein informieren. Dazu gehört zum einen das richtige Vorheizen des Pizzasteins, zum anderen aber natürlich auch die korrekte Reinigung und Pflege.

Der Pizzastein aus Naturstein – nicht umsonst besonders begehrt

Ein Pizzastein aus Naturstein ist nicht nur etwas für Öko-Verfechter, sondern auch in Bezug auf das geschmackliche Endergebnis einzigartig.

Vorteile von Naturstein-Pizzaplatten

  • Naturstein hat große Poren und kann die überschüssige Flüssigkeit daher sehr gut aufnehmen.
  • Naturstein ist ein sehr guter Wärmespeicher – dadurch wird gleichzeitig Energie gespart.
  • Naturstein ist feuerfest.
  • Es handelt sich um ein unbelastetes und völlig natürliches Material.

Es gibt einige Natursteine, die sich wunderbar für die Herstellung von Pizzasteinen eignen. Die wichtigsten Materialien und Klassiker werden in der folgenden Übersicht kurz vorgestellt:

Keramik

Keramik ist ein besonders feuerfester und moderner Werkstoff. Pizzasteine aus diesem Material zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht aus und lassen sich zudem besonders schnell aufheizen.

Zudem verändert sich die Farbe des Steins auch nach mehrmaligem Backen nicht und die Oberfläche lässt sich relativ einfach reinigen.

Tipp: Bei Keramik-Pizzasteinen lohnt es sich, eher dickere Platten zu kaufen, da der Stein die Eigenschaft hat, relativ schnell auszukühlen!

Speckstein

Hierbei handelt es sich um den klassischen Pizzastein, wie er auch in Steinöfen verwendet wird. Er zeichnet sich als besonders guter Wärmespeicher aus, nimmt durch seine großen Poren gut Flüssigkeit auf.

Cordierit

Cordierit-Pizzasteine gehören derzeit zu den beliebtesten Pizzaplatten – nicht zuletzt auch deshalb, weil sie mittlerweile auch mit Glasur im Handel erhältlich sind. Dadurch können sie einfacher gereinigt werden. Gleichzeitig besitzt Cordierit aber auch sehr große Poren und kann dadurch sehr gut Flüssigkeit aufnehmen. Ein kleiner Nachteil dieses Materials ist allerdings der relativ hohe Preis.

Schamott

Zu den beliebtesten Materialien für die Herstellung von Pizzaplatten gehört neben Cordierit auch Schamott. Dieser Stein hat den Vorteil sehr grobporig zu sein und einfach verarbeitet werden zu können. Schamottplatten kann man daher in den unterschiedlichsten Größen und Formen kaufen. Schamott findet man auch häufig bei Kachelöfen.

Tipp: Schamott hat die Eigenschaft, sich relativ langsam zu erhitzen. Es ist daher von Vorteil, den Pizzastein aus diesem Material eher dünner zu wählen.

Andere Natursteine

Neben den genannten Steinarten, sind auch noch Ton-, Terrakotta-, Marmor- oder Granitplatten gelegentlich auf dem Grill oder in Backöfen im Einsatz.

Hier sollte man jedoch ganz besonders auf die jeweiligen Eigenschaften achten, denn teilweise benötigen die Materialien erheblich längere Vorheizzeiten als die oben genannten Steinarten.

Auch die Poren nicht aus dem Blick lassen!

Besonders großes Augenmerk sollte man zudem auf die Beschaffenheit der jeweiligen Oberfläche legen, denn jeder Stein hat unterschiedlich große Poren.

Schamott und Cordierit bieten von allen Steinarten die höchste Aufnahmefähigkeit von Flüssigkeit und lassen Pizzen und anderes Backgut daher besonders kross werden!

Rund oder eckig? Die verschiedenen Designs von Pizzasteinen

Im Handel findet man heute nicht nur verschiedene Materialien, sondern auch unterschiedlichste Formen und natürlich auch zahlreiche unterschiedliche Dicken. Grundsätzlich kann man jede Form und jede Größe – sofern diese in den Backofen oder auf den Grill passt – verwenden.

Wichtig bei der Wahl des Pizzasteins ist also nicht nur das geeignete Material, sondern auch die Form und vor allem die Stärke der Steinplatte.

Zudem ist die Größe und Form des Pizzasteins natürlich davon abhängig, ob man nur sich selbst oder eine ganze Familie damit kulinarisch verwöhnen möchte!

Brot backen auf einem Pizzastein? Auch das ist möglich!

Wie bereits eingangs erwähnt, kann man bei der Verwendung eines Pizzasteins auch kreativ sein. Es handelt sich hierbei also eigentlich nicht nur um einen Pizzastein, sondern um ein wahres Multitalent! – alles was hierauf bäckt schmeckt auch perfekt!

So funktioniert das Brot backen mit dem Pizzastein

Brot lässt sich wunderbar auf einem Pizzastein backen und wird durch die oben beschriebene Funktionsweise der Pizzastein wunderbar knusprig.

Tipp für Brot Rezepte auf dem Pizzastein: Damit das Brot innen nicht trocken wird, sollte man mit einer Schale Wasser im Backofen für eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit sorgen!

Abgesehen von der Erhöhung der Luftfeuchtigkeit muss man jedoch für das Brotbacken auf Pizzastein grundsätzlich nichts weiter beachten und kann schon nach etwa einer viertel bis halben Stunde mit leckerem frisch gebackenem Brot und einer knusprigen Kruste rechnen!

Auch perfekte Dessert Rezepte sind kein Problem auf dem Pizzastein

Mit einem Pizzastein sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, daher sind auch Dessert Rezepte gar kein Problem. Ob ein Rezept aus Mürbteig, Hefeteig, Blätterteig oder einem Teig auf Milchbasis – Kuchen und anderer Nachtisch werden auf der Pizzastein locker, luftig und vor allem schön knusprig.

Selbstverständlich können auch Brötchen, eine Quiche oder leckerer Flammkuchen auf dem Pizzastein gebacken werden!

Den Pizzastein richtig verwenden: Tipps & Tricks

Wenn es darum geht, den Pizzastein richtig zu verwenden, gibt es einige verschiedene Dinge, die mach beachten sollte.

In der folgenden Übersicht werden die wichtigsten Faktoren zusammengefasst.

Tipps & Tricks in der Übersicht

Pizzastein vorerhitzen!
Jeder Pizzastein muss vor dem Backvorgang ausreichend erhitzt werden. Wie lange der Pizzastein erhitzt werden muss, hängt vom jeweiligen Material ab – in der Regel hat die Pizzastein jedoch nach rund 30 Minuten die optimale Temperatur. Für die Backofeneinstellung wählt man am besten 220°C-250 Grad Celsius bei Ober- und Unterhitze. Umluft wäre für das Erhitzen eher kontraproduktiv. Durch die Ober- und Unterhitze wird der Pizzastein von allen Seiten gleichzeitig erhitzt und erwärmt sich am schnellsten.
Mit Rost / ohne Rost Beim Vorerhitzen des Pizzasteins verwendet man den Rost. Wer seinen Pizzastein am Grill verwenden möchte, kann diesen für rund 10 Minuten auf den Rost legen. Wichtig dabei ist, dass man den Pizzastein nicht erst auf den Rost legt, wenn der Ofen oder der Grill bereits heiß ist, sondern von Beginn an. Ein zu schneller Temperaturunterschied kann den Pizzastein beschädigen oder im schlimmsten Falle zum Bruch führen.
Kein Backpapier! Viele Anwender machen leider den Fehler und verwenden Backpapier, in der Hoffnung, sich das Reinigen des Pizzasteins zu ersparen beziehungsweise eventuell hygienischer zu backen. Damit setzt man jedoch eine ganz wichtige Funktion des Steins außer Kraft – die Saugfähigkeit der Poren! Stattdessen den Pizzastein lieber von Belägen und Mehl befreien und noch einige Zeit der Hitze aussetzen um Bakterien abzutöten.
Holzheber Eine lohnende Investition zum Pizzastein ist ein Holzheber als Schaufel. Mit Hilfe dieser einfachen Pizzaschaufel kann man seine Pizza oder andere Backwaren einfach heben um den Boden zu begutachten. Nur werden Boden seiner Pizza im Blick hat, weiß wann die italienische Spezialität durchgegart ist!
Richtige Reinigung Einer der großen Vorteile eines Pizzasteins ist die einfache Reinigung, denn der Pizzastein reinigt sich quasi von selbst und muss lediglich mit einer einfachen Bürste von Belägen befreit und noch einmal gut durcherhitzt werden. Etwaige Bakterien geben dabei endgültig auf und werden zuverlässig entfernt – damit verhindert man auch eine unangenehme Geruchsbildung.

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